Weinberg anlegen


Ein Rebstock kann sehr alt werden, über 100 Jahre sind bei guter Pflege und niedrigen Erträge locker möglich. Die Hauptertragszeit eines Rebstocks beginnt mit etwa 4 Jahren und endet nach etwa 30 Jahren. Danach trägt er deutlich weniger, was allerdings die Qualität fördert! Besonders unsere Spitzensorten Kerner, Riesling, Schwarzriesling, Spätburgunder sind größtenteils schon über 30 Jahre alt und eignen sich nun hervorragend, um Spitzenweine zu produzieren. Je älter der Stock, desto gehaltvoller der Wein.

Einen Weinberg neu anzulegen ist ein großer Aufwand. Zuerst muss der Boden planiert und tiefgelockert werden. Besonders Seitenhänge müssen beim planieren entfernt werden, da Seitenhang später sehr gefährlich für die Bodenbearbeitung später ist. Anschließend wird mit Kilometern an Schnüren ein Gitternetz im Weinberg gespannt, damit jeder Rebstock im gleichen Abstand steht. Besonders wichtig ist, den Zeilenabstand einzuhalten, damit die Maschinen nicht am Rebstock hängenbleiben. Aber auch der Abstand zum Nachbarstock muss genau eingehalten werden, denn jeder Stock benötigt einen gewissen Lebensraum. Wäre er zu dicht an seinem Nachbarn, würde das die Qualität und die Lebenserwartung schwächen. Nun wird von Hand ein kleiner Stickel an jedem Schnittpunkt des Gitternetzes in den Boden geschlagen. Mit einem Spaten müssen nun Löcher vor dem Stickel gegraben werden. Wir sprechen hier wohlgemerkt von ein paar tausend Pflänzchen. Die jungen Pflanzen kommen pflanzfertig von einer Rebschule. Mit spezieller Pflanzerde und Wasser werden sie in diese Löcher gesetzt und ragen kaum 5 cm aus dem Boden heraus. Zuletzt wird noch ein Verbissschutz über den Stickel geschoben, dieser verhindert, dass Rehe und Hasen den jungen Pflanzen schaden.
In den nächsten Monaten wird der junge Rebstock nun austreiben. Der kleine Trieb muß dann öfters am Stickel festgebunden werden, damit er gerade nach oben wächst. Dieser Trieb wird dann in den kommenden Jahren verholzen und zum kräftigen Stamm heranwachsen.
Im nächsten Schritt muss der Drahtrahmen angelegt werden. Der Drahtrahmen wird zukünftig dazu nötig sein die Triebe zu halten. Etwa alle drei Rebstöcke wird ein kräftiger Stickel in den Boden gerammt, der die Drähte stützt. Jeweils am Anfang und Ende der Zeile muss ein extralanger Stickel tief im Boden eingelassen werden. Diese Endstickel werden zusätzlich mit starken Eisenankern, die maschinell im Boden verschraubt werden, gesichert. Nun werden die etwa 2 mm starken Drähte in den Weinberg gezogen und mit Krampen an den Stickeln befestigt. Pro Zeile sind sieben Drähte nötig. Damit sie nicht schlaff durchhängen, werden noch spezielle Spanner eingesetzt, damit lässt sich auch in den kommen Jahren der Draht noch nachspannen.
In den ersten 2 Jahren trägt der Rebstock noch keine Trauben oder nur sehr wenige. Außerdem wird er im Frühjahr noch sehr stark zurückgeschnitten, damit er mit voller Kraft seinen Stamm entwickeln kann. Erst im 3. Jahr kann der Rebstock seine erste kleine Ernte bringen. Qualitativ sollte man aber noch keine Wunder erwarten. Bis der Stock hochwertige Trauben produziert, vergehen noch ein paar Jahre.
 
 
 
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