Weinprobe


Einen Wein zu probieren ist eine Philosophie für sich und sogar ein eigener Beruf (Somelier). Jahrelange Erfahrung und Training ist nötig, auch feine Details zu schmecken. Aber natürlich benötigen Sie keine Doktorarbeit, um herauszufinden, ob Ihnen ein Wein schmeckt - und das sollte immer das Wichtigste bei einer Probe bleiben!
Mit ein paar einfachen Tricks, kann man aber auch etwas über die Qualität des Weines erfahren. Und das ist gar nicht so schwer. Laien wie Profis verwenden hierzu das sogennante COS-Verfahren:

Zuerst lassen Sie sich ihr Glas nur zu ca. 1/3 voll schenken. Nur so können Sie den Geruch (Bukett) richtig wahrnehmen und die Farbe beurteilen. Ein Weinglas fassen Sie immer am Stiel an, damit keine Fingerabdrücke am Kelch sind und die Weintemperatur durch die körperwärme nicht beeinflusst wird.

Die Farbe (Color = C)
Um etwas über die Farbe des Weins sagen zu können, benötigen Sie einen weißen Untergrund. Jetzt halten Sie das Glas so schräg, dass gerade nichts heraus läuft. Am äußersten Rand entlarven Sie die tatsächliche Farbe des Weins, besonders bei Rotwein interessant. Natürlich sagt die Farbe nichts über die Qualität des Weins aus und sollte daher immer sekundär sein.

Der Geruch (Odor = O)
Ein Weinglas fassen Sie immer am Stiel an, damit keine Fingerabdrücke am Kelch sind. Durch kreisende Bewegung schwenken Sie nun den Wein im Glas und bringen ihn zum Kreisen. So kommen die Gerüche viel intensiver zur Nase.
Möchten Sie etwas über die Qualität schon im Vorfeld wissen, ohne den Wein zu probieren, dann halten Sie das Glas kurz etwas schräg und kontrollieren, wie der Wein an der Glaswand herunter läuft. Zieht er sich wie Wasser zusammen und war sehr schnell von der Glaswand verschwunden, ist es ein einfacher Wein. Zieht er sich ölartig herunter, bildet evtl. schon richtige Nasen, ist es ein sehr hochwertiger Wein.

Der Geschmack (Sapor = S)
Nun kommt das Wichtigste, der Geschmack. Nehmen Sie einen kräftigen Schluck und benetzen den gesamten Mund damit. Danach nehmen Sie noch einen Schluck und behalten den Wein nun im Mund. Mit der Zungenspitze schmecken Sie, ob der Wein Süße hat. An den Zungenrändern schmecken Sie die Säure (typisch für hohe Säure: Riesling). Die Gerbstoffe (für Rotwein typische Bitterstoffe) schmeckt man erst beim Herunterschlucken ganz hinten an der Zunge. Über die Zunge werden Sie lediglich diese drei Geschmäcker finden. Die Zunge kann allgemein nur süß, sauer, salzig und bitter (und umami) schmecken. Was wir im allgemeinen als Geschmack verstehen, bzw wie wir Lebensmittel am Geschmack erkennen, geht über die Nase. Aus diesem Grund schmecken Sie bei Schnupfen auch nichts! Um also den wahren Geschmack zu testen, nehmen Sie nun noch einen Schluck und lassen ihn vorne im Mund. Bei leicht gesenkten Kopf schlürfen Sie nun etwas Luft ein, um so den Wein mit Luft zu vermengen, was den wahren Geschmack intensiviert.
Versuchen Sie bei einer Weinprobe, den Geschmack mit etwas anderem zu vergleichen. Das erfordert etwas Übung. Beispiele können sein: Pfirsich, Holunder, Kirsche, Erdbeere aber auch faulig, muffig, schimmelig, käsig.

Bitte denken Sie immer daran:
Eine sensorische Weinprobe, also einen Wein rein nach Geschmack zu beurteilen oder verurteilen, ist immer kritisch zu betrachten, da Geschmäcker einfach unterschiedlich sind. Geschmäcker können so unterschiedlich sein, dass eindeutig schmeckbare Fehlernoten von manchen Weinliebhabern sogar begehrt sind, andere eindeutig herausragende Merkmale von bestimmten Weinliebhabern verschmäht werden.

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